Therapeutische Krankheitsbegleitung

Eine schwere Diagnose stellt das Leben aller Beteiligten auf den Kopf – Dein eigenes und das Deiner Angehörigen. Nichts ist mehr so wie vorher, und oft fehlen Worte für das, was in Dir vorgeht: Angst, Hoffnung, Erschöpfung, Wut, Unsicherheit und gleichzeitig der Wunsch, irgendwie stark zu bleiben. In meiner therapeutischen Krankheits-begleitung bist Du mit all dem willkommen – ob Du selbst erkrankt bist oder einen nahestehenden Menschen begleitest.

Du darfst fühlen, was ist

Jede Krankheit verläuft anders, und jeder Mensch geht auf seine ganz eigene Weise damit um. Vielleicht fragst Du Dich, warum ausgerechnet Ihr betroffen seid, wie es weitergehen soll oder wie viel Du Deinen Liebsten zumuten kannst. In einem geschützten Rahmen erhältst Du Raum für Deine Gefühle, Fragen und Zweifel – ohne Dich erklären oder zusammenreißen zu müssen.

Gemeinsam schauen wir hin: auf Deine Ängste, Deine Wut, Deine Trauer, aber auch auf Deine Kraft, Deine Ressourcen und das, was Dich bisher durchs Leben getragen hat. So entsteht nach und nach mehr Akzeptanz – nicht im Sinne von Aufgeben, sondern als ein inneres Annehmen dessen, was ist, damit wieder mehr Stabilität und innerer Halt möglich werden.

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Positives Denken ohne Schönreden

Positives Denken bedeutet hier nicht, alles schönzureden oder unangenehme Gefühle zu verdrängen. Es heißt, die Realität anzuerkennen und gleichzeitig bewusst den Fokus auf das zu richten, was Dich stärkt, Dir Halt gibt und Dir guttut. Gemeinsam erkennen wir belastende Gedankenmuster und Grübelspiralen und entwickeln neue, unterstützende Perspektiven.

Du lernst, innere Sätze und Bilder zu finden, die Dich in schwierigen Momenten begleiten, ohne Deine Situation zu verharmlosen. So kann sich Dein Blick Schritt für Schritt verändern: weg von reiner Ohnmacht, hin zu mehr innerer Klarheit, Handlungsfähigkeit und Zuversicht – im Rahmen dessen, was gerade möglich ist.

Selbstreflexion: Orientierung in einer neuen Lebensphase

Eine Krankheit kann nicht nur den Körper, sondern auch Deine Rolle im Leben verändern. Vielleicht kannst Du beruflich oder im Alltag nicht mehr so funktionieren wie bisher. Vielleicht bist Du als Angehörige*r plötzlich in einer neuen Verantwortung, ohne dafür „vorbereitet“ worden zu sein.

In der Selbstreflexion begleite ich Dich dabei, Deinen Platz in dieser neuen Situation zu finden. Wir gehen gemeinsam Fragen nach wie:

  • Wer bist Du – jenseits der Diagnose oder der Rolle als pflegender Angehöriger?

  • Was ist Dir wirklich wichtig, und wo möchtest Du Deine Energie einsetzen?

  • Welche Grenzen darfst Du Dir selbst und Deinem Umfeld zuliebe setzen?

So kann aus einer sehr belastenden Phase auch ein bewusster Prozess der Neuorientierung entstehen, in dem Du Dir selbst näher kommst und Dein Leben – soweit möglich – neu ausrichtest.

Dein soziales Umfeld als Kraftquelle

Krankheit betrifft nie nur eine Person. Partner*innen, Familie und Freunde sind mitbetroffen – emotional, organisatorisch und oft auch körperlich. Manche ziehen sich aus Unsicherheit zurück, andere überfordern mit Ratschlägen, wieder andere möchten helfen, wissen aber nicht wie.

Wir schauen gemeinsam auf Dein soziales Umfeld:

  • Wer tut Dir gut, und wer tut Euch als Familie oder Paar gut?

  • Wo entstehen Missverständnisse oder unausgesprochene Erwartungen?

  • Was brauchst Du – als Betroffener oder als Angehöriger – wirklich?

Du lernst, Deine Bedürfnisse klarer auszusprechen und Grenzen liebevoll zu setzen. Wenn es hilfreich ist, können Angehörige auch in einzelne Gespräche einbezogen werden. So kann Euer Miteinander wieder verbindender und unterstützender werden, statt zusätzlich zu belasten.

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Gesprächsraum statt Grübelspirale

Wenn Sorgen und Fragen sich ständig im Kopf drehen, werden sie mit der Zeit immer schwerer. In unseren Gesprächen erhältst Du einen strukturierten Raum, um innerlich aufzuräumen:

  • Gefühle und Gedanken sortieren und benennen

  • Belastende Erlebnisse aussprechen und emotional entlasten

  • Neue Sichtweisen entwickeln und Entscheidungsspielräume erkennen

  • Konkrete Schritte für den Alltag ableiten

Je nach Situation arbeite ich mit Gesprächen, achtsamen Körper- und Atemübungen, inneren Bildern, kreativen Methoden und kleinen Übungen für zu Hause. So wird aus dem Gefühl des Ausgeliefertseins ein aktiver Prozess, in dem Du Dir wieder näherkommst und neue Stabilität findest.

Vorbeugung von Depression und innerem Rückzug

Eine länger andauernde Krankheit oder Pflegebelastung erhöht das Risiko für depressive Verstimmungen – sowohl bei Betroffenen als auch bei Angehörigen. Erste Anzeichen sind oft: zunehmende Erschöpfung, Interessenverlust, Hoffnungslosigkeit, Rückzug und das Gefühl, „nur noch zu funktionieren“.

Indem Du Dir rechtzeitig Unterstützung holst, übernimmst Du Verantwortung für Deine psychische Gesundheit. Gemeinsam achten wir auf diese Warnsignale und entwickeln Strategien, um gegenzusteuern:

  • Stärkende Routinen und Rituale im Alltag

  • Kleine Inseln der Erholung, die wirklich realistisch sind

  • Bewusster Umgang mit Schuldgefühlen und Überforderung

  • Aufbau von inneren und äußeren Ressourcen, die Dich tragen

Ziel ist es, Dich emotional zu stabilisieren, Deinen inneren Druck zu reduzieren und Dich langfristig vor einem tieferen seelischen Einbruch zu schützen.

Wichtiger Hinweis bei bereits bestehenden Depressionen

Wenn bei Dir bereits eine Depression diagnostiziert wurde oder Du den Verdacht hast, an einer Depression zu leiden, ist es wichtig, dass Du Dich zusätzlich in ärztliche Behandlung begibst. Therapeutische Krankheitsbegleitung versteht sich in diesem Fall als ergänzende Unterstützung und ersetzt weder eine medizinische Abklärung noch eine notwendige psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.

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Für wen ist die therapeutische Krankheitsbegleitung gedacht?

Mein Angebot richtet sich an:

  • Dich als Betroffene*n – unabhängig davon, ob Deine Diagnose frisch ist, Du in Behandlung bist oder schon länger mit einer chronischen Erkrankung lebst

  • Dich als Angehörigen – Partnerin, Kind, Elternteil, Freund*in oder nahestehende Bezugsperson

  • Menschen, die sich auf belastende medizinische Schritte vorbereiten möchten, zum Beispiel vor Operationen oder längeren Therapien

Gemeinsam finden wir heraus, welche Form der Begleitung für Deine aktuelle Lebensphase sinnvoll ist. Es geht nicht darum, alles „wegzumachen“, sondern darum, Dich auf Deinem Weg zu stärken – innerlich, emotional und in Deinem Alltag.

Zahlungsmodalitäten

Die therapeutische Krankheits-begleitung ist ein Angebot ausschließlich für Selbstzahler*innen und wird nicht von den Krankenkassen übernommen. Der Preis richtet sich nach Deinen persönlichen Möglichkeiten, sodass wir gemeinsam einen finanziellen Rahmen finden, der für Dich tragbar ist. Die Details zu Dauer, Honorar und Zahlungsweise besprechen wir transparent und individuell in einem unverbindlichen Vorgespräch.

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